Glaubenszeugnisse aus dem Madonnenland

Moderne Kunst mit religiöser Thematik empfängt den Besucher im Eingang zur Ausstellung. Die getrockneten, roten Rosen im Werk von Anselm Kiefer, dem er den Titel „Der Eingeborene“ gab, sind ein uraltes Symbol für die Madonna.

Bild Kiefer

Raum 1

Die Marienverehrung als das Charakteristikum des Madonnenlands wird vor allem in den Hausmadonnen fassbar. In den Vitrinen befinden sich kleinere Figuren der Mater Dolorosa und anderer Mariendarstellungen. Auch andere Heilige wurden verehrt. Ein besonders schönes Beispiel ist die Salvatorgruppe aus Hainstadt. Wir sehen den auferstandenen Jesus Christus im Kreis seiner Apostel.

Bild Hausmadonna, Bild Dolorosa, Apostelgruppe

Des Weiteren waren Wallfahrten und Bittprozessionen wichtige Bestandteile des religiösen Lebens. In der Ausstellung zeigen wir Wallfahrtsexponate von Hollerbach und der Verehrung des Hl. Wendelin, von Walldürn und dem Hl. Blut sowie von den Heiligen Städten Rom und Jerusalem. Nicht zu vergessen der Hl. Rochus, der mit Bittprozessionen vor Ort geehrt wird.

Bild Hl. Blut, Rochus.

Paramente, Ablassbriefe, Prozessionsbanner, Heiligenfiguren aus der Kreuzkapelle,  Reliquien und Inventar aus Pfarrkirche St. Oswald und vor allem der Messkelch, ein Geschenk von Abt Bessel an seine heimatliche Kirchengemeinde sind aufschlussreiche Exponate zur Pfarreigeschichte Buchen.

Bild Heinrich, Heiltumskasten, Marienfahne

Die Passion Christi erfüllt den dritten Raum. Die Besucher erleben die künstlerische Vielfalt der Kreuzigungsdarstellungen in Gemälden, Plastiken und Kruzifixen in ganz unterschiedlichen Ausführungen und Materialien aus dem 16. Jahrhundert bis in die Moderne.

Bild Astkreuz, Bild Seraph, Hamleh,



Einige Pieta-Darstellungen runden den Eindruck ab.

Pieta



Beim Übergang in den Raum 4 sind Hinterglasbilder als Ausdruck religiöser „Kunst für das Volk“ in aufwändiger Präsentation zu bestaunen. Sie zeigen das ganze Spektrum der Marien- und Heiligenverehrung sowie Jesus-Darstellungen. Genießen Sie diese leuchtende Volkskunst, die schon vor 200 Jahren die Räume unserer Vorfahren verschönerte.

2 Hinterglasbilder

In Raum 4 sehen wir Exponate der häuslichen Frömmigkeit. In jedem Haushalt gab es neben Kreuz und Madonnenbildnis eine Fülle von sakralen Gegenständen: Hausaltäre, Andachtsbilder, Weihwasserkessel, Motivkerzen und erbauliche Literatur. Der Rosenkranz war in jeder Tasche zu finden. Sogar Kinderspielzeug gab es in religiöser Ausformung.

Andachtsbild, Altar, liturgisches Set., Gebetbuch

Auch Gegenstände von Sterben, Tod und Trauer waren in den Haushalten verbreitet.

Memento mori, Perlkranz

Raum 5

ist den religiösen Festen gewidmet. Allen voran Weihnachten. Wir zeigen aber auch Exponate zu Taufe, Hochzeit und Priesterweihe, sowie viele Heiligenfiguren, die für den früher stets gefeierten Namenstag stehen.

Waldkapelle, Ehebild, Dorothea, Kännchen

Zudem haben wir einen Bildschirm mit Fotos aus der Zeit ca. 1900- 1930 bespielt, welche religiöses Leben zeigen. Drei Holzschnitte des in Buchen geborenen Künstlers Ludwig Schwerin lassen die Eindrücke ausklingen.